Nomelan fenol

Phenol Peeling

Nomelan fenol peeling, leicht, Medium, Stark

Tiefe Peelings: Phenol. Phenol ist die stärkste aller chemischen Peeling-Lösungen und wird für ein tiefst-mögliches Peeling verwendet. Phenol-Peelings können tiefere Hautfalten und ausgeprägtere Pigmentunreinheiten behandeln und können auch zur Behandlung von gewissen Vorstufen von oberflächlichem Hautkrebs (sog. "Präkanzerosen") verwendet werden.

Phenol-Peelings sollten allerdings vorsichtig angewendet werden, da eine dauerhafte Hautaufhellung ausgelöst wird. Aus diesem Grund wird diese Behandlungsform nicht bei Patienten mit dunklem Hautton angewendet.

Anders als bei AHA- und TCA-Peelings werden Phenol-Peelings nur einmal durchgeführt und können erstaunliche Ergebnisse erreichen.

Das Phenol (auch Hydroxybenzol oder historisch Karbolsäure, Steinkohlenteerkreosot, acidum phenylicum, acidum carbolicum) ist die einfachste Verbindung der Gruppe der Phenole.

Eigenschaften:

  • TCA (Trichloressigsäure) trägt Hautschichten ab, die gealtert, beschädigt oder durch verschiedene organische Prozesse bzw. externe Einflüsse beeinträchtigt sind. Dabei koagulieren (verklumpen) die hauteigenen Proteine; die Epidermis schuppt ab und wird durch frische Zellen und neu gebildetes Bindegewebe ersetzt.
  • Phenol ist ein Feuchtigkeit spendender Wirkstoff mit keratoplastischen, keratolytischen (Hornhaut erweichenden) und antibakteriellen Eigenschaften. In Hautpeelings trägt Phenol dazu bei, Alterungsprobleme der Haut zu mildern, indem es das Erscheinungsbild und die Tiefe von Falten beeinflusst, Trockenheit bekämpft und Unebenheiten ausgleicht, die Haut festigt, ihre Elastizität erhöht und Pigmentflecken aufhellt. Auch bei Problemen, die nicht rein kosmetischer Art sind, verbessert Phenol den Hautzustand, mildert Hautschäden, klärt und verfeinert die Poren und hemmt das Bakterienwachstum auf öliger und zu Akne neigender Haut.

Bei Anwendung in Form eines viskosen Gels lässt sich Phenol sehr gut lokal, auch auf kleinere Hautpartien auftragen (Lentigo solaris, etc.) und bleibt länger auf der Haut haften (6 -12 Minuten) als NOMELAN FENOL FORTE Alkoholtinktur.

Anwendung und Einwirkzeit:

  • Oberflächliche Peelings eignen sich für alle Hautpartien. Sie werden meist im Gesicht, am Hals, auf dem Handrücken, an den Unterarmen, auf dem Rücken und an den Oberschenkeln angewendet.
  • Um mögliche unerwünschte Reaktionen auszuschließen, sollte das Produkt zuvor auf einer kleinen Hautfläche getestet werden.
  • Die Einwirkzeit richtet sich nach Art der Hautpartie bzw. Hauttyp (dünne, dicke, seborrhöische Haut...). Im Allgemeinen wird eine Einwirkdauer von sechs bis zwölf Minuten empfohlen. Während das Phenol ausfällt, wird die Haut weiß, so dass sich die Einwirkung gut kontrollieren lässt. Falls sich während des Koagulierens der Hautproteine rote Flecken (Epidermolyse) oder Bläschen bilden, sollte die Anwendung sofort unterbrochen und ein neutralisierendes Produkt aufgetragen bzw. die betroffene Hautpartie mit reichlich Wasser gespült werden.

Anwendung:

  1. Die Haut reinigen und entfetten.
  2. Empfindliche Bereiche wie die Augen-, Mund- und Nasenpartie mit einem geeigneten Produkt schützen, etwa mit Silkses Hydrating Protector von Sesderma.
  3. Ein Gazetuch mit NOMELAN FENOL FORTE tränken und die Peelingtinktur auftragen, ohne Druck. Für ein einheitliches Ergebnis etwa 15 bis 30 Sekunden auf den zu behandelnden Partien einwirken lassen. Zunächst auf den weniger empfindlichen Partien auftragen, dann erst auf Wangen, Kinn, Lippen und Nase.
  4. Einwirkzeit: Tinktur etwa sechs bis zwölf Minuten einwirken lassen. Das Gel kann sanft einmassiert werden. Gegen Ende der Einwirkzeit wird die Haut weiß, da sich die Trägersubstanz – Alkohol – verflüchtigt, während das Phenol auskristallisiert.
  5. Durch Luftzufächeln lässt sich das Kribbeln der behandelten Hautpartie mildern und der Trocknungsprozess beschleunigen.
  6. Falls einige Partien „brennen“ (rot werden oder Bläschen zeigen), sofort eine neutralisierende Tinktur aufsprühen (Neutralizing Solution von Mediderma).
  7. Mit einem feuchten Gazetuch die weiße Schicht, die sich auf der Haut gebildet hat, sanft abnehmen. Die Haut erneut reinigen (Schritt 1).
  8. Eine Feuchtigkeit spendende Creme oder Kurmaske (Propimask mit Koji-Säure, Propimask mit Vitamin C oder Biomask mit Vitamin C) auftragen.
  9. Sonnenschutz auftragen (SunySeS® LSF35 oder ScreenSeS® LSF80).
  10. Die Behandlung nach zwei bis vier Wochen wiederholen. Je nach gewünschtem Ergebnis die Behandlung insgesamt vier bis zehn Mal durchführen.

Gegenanzeigen:

  • In folgenden Fällen sollte NOMELAN FENOL FORTE nicht angewendet werden:
  • Während der Schwangerschaft und/oder Stillzeit und bei Kindern unter drei Jahren
  • In der Augenpartie, auf rosafarbenen Hautflächen bei offenen Wunden

Vorsichtsmaßnahmen:

  • Während zwei Wochen vor dem Peeling sollten Produkte auf Phenolbasis aufgetragen werden (aus der NOMELAN FENOL FORTE-Linie von Sesderma), um die Haut auf Fruchtsäuren (AHAs) und insbesondere auf den Wirkstoff Phenol vorzubereiten.
  • Wenige Tage vor dem Peeling mit NOMELAN FENOL FORTE die Haut weder professionell reinigen noch mit einem abrasiven Reinigungsschwamm behandeln. Auch Wachsbehandlungen und elektrische Rasuren sollten vermieden werden.
  • Um mögliche unerwünschte Reaktionen auszuschließen, das Produkt zuvor auf einer kleinen Hautfläche testen. Die Intensität des Peelings ist unabhängig von der aufgetragenen Produktmenge.
  • Durch Massieren, Reiben und Druck auf den behandelten Bereich kann die Peelingwirkung gesteigert werden.
  • Nach dem Auftragen des Peelings darauf achten, ob sich - was allerdings selten geschieht - brennende und gerötete Stellen zeigen, die neutralisiert werden sollten. Bilden sich mehr als drei brennende, rote Partien, muss das Peeling neutralisiert werden.
  • Patienten sollten im Behandlungsraum immer unter Aufsicht stehen. Das Peeling sollte beobachtet werden, bis der gewünschte Effekt sich zeigt.
  • Bebachten Sie die Patienten und fragen Sie nach, ob sie ein Kribbeln, Jucken oder Brennen verspüren.

Empfehlungen:

Ein Peeling sollte nicht durchgeführt werden:

  •  Innerhalb einer Woche vor einer weiteren Peelingbehandlung
  • In der ersten Woche nach einer Implantation
  • Innerhalb einer Woche nach einer Behandlung mit Wachs und/oder einer abrasiven Behandlung
  • In der ersten Woche, nachdem die Haut längere Zeit der Sonne ausgesetzt war
  • Innerhalb von zwei Wochen nach einer Behandlung mit UVA-Strahlen
  • Innerhalb von zwei bis drei Wochen nach einer Wundbehandlung in den betroffenen Hautpartien
  • Innerhalb von vier Wochen nach einer Gesichtsoperation.
  • Am Abend vor oder am Tag nach einem Peeling keine Retinsäure-Creme anwenden.

 Dazu:

  •  In der ersten Woche nach einem Peeling intensive sportliche Aktivitäten vermeiden.
  • Drei bis sieben Tage nach dem Peeling die Haut nicht der Sonne aussetzen. Ist ein Aufenthalt in der Sonne nicht zu umgehen, einen geeigneten Sonnenschutz auftragen.
  • Das Peeling nicht großflächig auftragen.
  • Für Kinder mit Hautkrankheiten wie Schuppenflechte (Ichthyose) nicht geeignet.
  • Nicht auf viele Hautpartien gleichzeitig auftragen.
  • Nicht auf frisch entzündete Hautbereiche auftragen (etwa bei atopischer Dermatitis, Kontaktdermatitis, etc.).
  • Bei Patienten, deren Haut den Lichttypen IV und VI entspricht, besteht das Risiko einer Hyperpigmentierung.
  • Nach dem Peeling 30 bis 60 Minuten mit dem Auftragen weiterer Produkte (auch Make-up) warten.

Nebenwirkungen:

  • Ein Peeling der äußeren Hautschicht (Hornschicht) kann die Hornschichtbarriere beeinträchtigen und sie für andere Substanzen durchlässiger machen. Irritationen und transepidermale Feuchtigkeitsverluste sind mögliche Folgen, ebenso erhöhte Empfindlichkeit nach einem Aufenthalt in der Sonne. Daher sollte unbedingt ein Sonnenschutz aufgetragen werden.
  • Hautrötungen sind möglich, verschwinden jedoch bereits nach wenigen Minuten wieder. Gelegentlich kommt es zu Bläschen- und Schorfbildung, die jedoch ebenfalls schnell wieder abklingen. Nach zwei bis drei Tagen können durch die reinigende Wirkung des Peelings kleine, akneähnliche Pickel entstehen, sich jedoch nach kurzer Zeit wieder zurückbilden. Brennen, Rötungen, „Frosting“ (weiße Hautstellen) und Krustenbildung sind möglich.

Was tun bei unerwünschten Reaktionen:

Bilden sich mehr als drei brennende, rote Partien, muss das gesamte Peeling neutralisiert werden. Dies geschieht in der Reihenfolge, in der das Peeling zuvor aufgetragen wurde, und mit einem Gazetuch, das in Wasser oder in einer neutralisierenden Alkali- und/oder Bikarbonat-Lösung (z. B. Neutralizing Solution von Mediderma) getränkt wurde.

Wichtiger Hinweis:

Dieses Produkt kann Irritationen auslösen und schwere Augenverletzungen verursachen. Augen- und Atemwegsreizungen sind möglich. Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Bei Augenkontakt das Auge gründlich mit Wasser spülen. Während der Anwendung nicht essen, trinken oder rauchen. Geeignete Kleidung, Handschuhe und einen Augenschutz tragen.

Weitere Hinweise und Empfehlungen:

  • Bitte den Beipackzettel sorgfältig lesen.
  • Das Produkt ist ausschließlich zur medizinischen Verwendung gedacht.
  • Nur äußerlich anwenden.
  • Aufrecht stehend lagern.
  • An einem sauberen, trockenen Ort bei Zimmertemperatur aufbewahren.

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